Acceptance Tests

8. Oktober 2020

Es geht los! Wir möchten mehr darüber wissen, wie EndnutzerInnen in einer realen Umgebung auf CARU reagieren. Dazu konnten wir 25 Testpersonen in drei Einrichtungen von bonacasa AG in der Schweiz gewinnen. Unter neugierigen Blicken haben wir CARUs in den jeweiligen Wohneinheiten installiert. Dabei konnten wir reges Interesse an und eine frühe Akzeptanz des “neuen digitalen Mitbewohners” feststellen. Eine gute Voraussetzung für einen reibungslosen Ablauf der bevorstehenden Testphase.

Der sogenannte Acceptance-Test wurde von WU Wienbonacasa AG und CARU AG ausgearbeitet. Getestet wird die Notruf-Funktion, welche via Sprache mit einem einfachen “Hilfe – Hilfe!” ausgelöst wird und eine Telefonverbindung zu einer Notrufzentrale herstellt. Im zweimonatigen Test möchten wir herausfinden, ob und in welcher Form der sprachgesteuerte Notruf in der Praxis Verwendung findet und welche Faktoren die Nutzung erleichtern bzw. behindern.

CARU sieht aus wie eine schöne Cremedose, die ich einmal hatte. Ich kann mich noch an den guten Duft erinnern. Und jetzt kann sie mir sogar helfen falls ich in Not geraten sollte.

Testteilnehmerin, 78 Jahre

In einem Einführungsgespräch haben wir die Testpersonen über den Testablauf informiert und in die Funktionalität von CARU eingeführt. Natürlich stehen die Gesundheit und Sicherheit der an den Tests teilnehmenden Personen im Vordergrund. Deshalb halten sich alle ProjektmitarbeiterInnen, die mit Testpersonen in persönlichen Kontakt kommen, an die regional geltenden COVID-19 Maßnahmen.

Funktionen für den Feldtest

8. Oktober 2020

Nach dem Abschluss der Co-Creation Phase geht es nun in die nächste Projektphase. Wir haben unsere Erkenntnisse aus den Workshops und Interviews mit betroffenen Betreuungs- und Pflegekräften breit diskutiert und aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Es galt, konzeptionelle Fragen zu klären und technische Details zu berücksichtigen, damit wir in den späteren Feldtests aussagekräftige Ergebnisse erzielen können. Zum Beispiel haben wir uns gefragt, auf welche Schlüsselworte CARU in Zukunft reagieren soll und wie sinnvoll eine Freitexteingabe für Pflegepersonal sein kann.

Folgende Funktionserweiterungen stehen nun auf unserer Roadmap:

Erweiterte Kommunikation
Das Suchen von Telefonnummern kann oft mühsam sein. Deshalb wird CARU via Sprachbefehl eine Verbindung zur Hotline der Pflegeeinrichtung herstellen können. Falls dies außerhalb der Servicezeiten geschieht, zeichnet CARU automatisch eine Sprachnachricht auf und übermittelt diese, sobald die Servicestelle wieder erreichbar ist. Vize versa kann die Servicestelle auch jederzeit eine Sprachnachricht an CARU senden.

Ankunftszeitbenachrichtigung 
Bei mehreren Terminen mobiler Pflegedienste in der Woche kann es schon einmal vorkommen, dass man den Überblick verliert. Da die Servicezentralen der Pflegedienste nicht rund um die Uhr für diese Anfragen zur Verfügung stehen können, soll CARU ihnen hier künftig Auskunft geben. Die Ankunftszeitbenachrichtigung basiert dabei auf aktuellen Personal Planungsdaten sowie aktuellen Bewegungsdaten der Pflegekräfte.

Unterstützung des Pflegepersonals
Pflegekräfte haben alle Hände voll zu tun. Deshalb wird CARU Aufgabenlisten “vorlesen” können. Der oft störende Griff zum Smartphone während des Besuchs nicht mehr notwendig und es werden Klarheit und Transparenz geschaffen. Zusätzlich bietet CARU die Möglichkeit, eine sprachliche Übergabenotiz an die nächste Pflegekraft zu hinterlassen.

Mit diesem Funktionsumfang haben wir eine solide Basis geschaffen, um in den kommenden Monaten die nächsten Meilensteine zu erreichen.

1. General Assembly Meeting

8. Oktober 2020

Am 16. und 17. März 2020 hat unser erstes General Assembly Meeting stattgefunden. Statt wie geplant in Wien, haben wir uns aufgrund der aktuellen Situation (COVID-19) digital über Videokonferenz getroffen. Auch wenn es für alle 16 TeilnehmerInnen etwas ungewohnt war, konnten wir in den zwei intensiven Tagen viel erreichen. 

Im Fokus standen die Ergebnisse unserer Co-Creation Workshops, die in den vergangenen Monaten in Belgien, Österreich und der Schweiz durchgeführt wurden. Die Ideen, Bedürfnisse, Wünsche der Betreuungs- und Pflegekräfte an die neuen Funktionen von CARU AG wurden von der WU Wien präsentiert und von der Fachhochschule Wr. Neustadt  dem iHomeLab und der CARU AG aus technischer Perspektive analysiert. Die Johanniter Österreich haben zudem das Gesamtprojekt mit dem MEESTAR Modell analysiert und alle ProjektpartnerInnen für ethische Aspekte in der Produktentwicklung sensibilisiert. Während des gesamten Projekts  werden wir im engen Austausch mit unseren zukünftigen AnwenderInnen und InteressentInnen stehen. Damit das gelingt, hat Schneeweis Wittmann das bestehende Kommunikationskonzept entsprechend weiterentwickelt.

Ideen verändern nur dann die Welt, wenn sie mit anderen geteilt werden. Ansätze der partizipativen Forschung helfen uns, einen Rahmen zu schaffen, in dem alle TeilnehmerInnen ihre Sichtweisen, Meinungen und Bedenken frei äußern können.

Birgit Trukeschitz, Wirtschaftsuniversität Wien (WU)

Nun können wir zielgerichtet in die Entwicklungsphase der neuen Funktionalitäten von CARU im Bereich Pflegedokumentation, Kommunikation und Ankunftsbenachrichtigung einsteigen. In einem ersten Schritt werden wir in einem Akzeptanztest in der Schweiz die bereits entwickelte Notruffunktion von CARU im realen Wohnumfeld testen. Senior Living Groupbonacasa AG und Johanniter Österreich haben dazu bereits während den Co-Creation Workshops Fragen gesammelt, die es aus Endnutzer-Perspektive zu klären gilt. Das Konzept für den Akzeptanztest wird von der WU Wien in Abstimmung mit CARU AG und bonacasa AG entwickelt.

Co-Creation Workshops

8. Oktober 2020

Durch einen nutzerInnenzentrierten Co-Creation Prozess stellten wir bereits in einer sehr frühen Phase direkt betroffene Betreuungs- und Pflegekräfte in den Mittelpunkt der Entwicklung neuer Funktionen von CARU. Sie erzählten von ihren täglichen Aufgaben und teilten ihre Erfahrungen und Wünsche in den Bereichen Pflegedokumentation, Kommunikation und Informationsbedarf der KlientInnen zur Ankunftsbenachrichtigung mit uns.

Anhand der Disney-Methode haben wir in den Co-Creation Workshops Rahmenbedingungen hergestellt, in denen sich Ideen, Realität und identifizierte Probleme kanalisieren und konkretisieren lassen. Dadurch konnten wir sehr wertvolle Einblicke in die Bedarfslagen und Vorstellungen der EndnutzerInnen gewinnen.

Insgesamt haben wir fünf Workshops in den Organisationen unserer Endnutzer-PartnerInnen durchgeführt: Zwei bei der bonacasa AG in Oensingen (CH), zwei bei Johanniter Österreich in Innsbruck (AT) und einen bei der Senior Living Group in Kontich (BE). Die Workshops und deren Ablauf wurden von der WU Wien konzipiert und in den einzelnen Ländern von den Endnutzer-PartnerInnen gemeinsam mit den technischen PartnerInnen (CARU AGFachhochschule Wr. Neustadt und iHomeLab  umgesetzt. Die Unterlagen und Präsentationen zu den Workshops im neuen CARUcares Design wurden von Schneeweis Wittmann bereitgestellt. Derzeit laufen die Auswertungen und Analysen der gesammelten Daten. 

Bei den Co-Creation Workshops konnten viele relevante Inputs von Fachpersonen gesammelt werden. Dieser nutzerbezogene Ansatz ist sehr wertvoll aus Sicht von bonacasa. Mitarbeitende der Servicezentrale, der Notrufzentrale sowie Concierges haben ihre Erfahrungen mit Kunden aus dem Alltag eingebracht. Zudem haben Pflegefachpersonen des Roggenparks in Oensingen sowie des Läbesgarte in Biberist relevante Aspekte aus der ambulanten Pflege zu Hause bei KundInnen geschildert.

Emanuel Gfeller von bonacasa AG

Kick Off Meeting in Zürich

8. Oktober 2020

Am Kick Off Meeting in Zürich haben sich zum ersten Mal alle ProjektpartnerInnen aus Belgien, Österreich und der Schweiz getroffen. In lockerem Ambiente, bei bestem Wetter und guter Stimmung sind wir in die erste Phase unseres dreijährigen Projekts gestartet.

Nach einem ersten Kennenlernen gab es einen Einblick in die Welt von CARU. Der CARU-Sensor ist ein wesentlicher Baustein des CARUcaresProjekts. Die Visionen, Arbeitsweisen und natürlich auch der derzeitige Entwicklungsstand wurden präsentiert. Am zweiten Tag folgten die Präsentationen aller PartnerInnen, um ihre Institution, Kompetenzen und Projektziele vorzustellen. Abläufe für die zukünftige Zusammenarbeit wurden festgelegt, Tools für die Kommunikation definiert und die nächsten Schritte konkretisiert.  

Ein durch und durch gelungener Projektstart!

Als Projektkoordinator sind wir froh mit diesem hoch motivierten und kompetenten Team arbeiten zu dürfen. Gemeinsam bündeln wir Expertisen aus der Forschung und Entwicklung, mit den Bedürfnissen unserer Nutzer und des Marktes. Wir freuen uns darauf das Projekt gemeinsam voranzutreiben und neue Funktionen zusammen mit unseren Kunden zu entwickeln.

Susanne Müller von CARU AG
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